Lautsprecher sind alle gleich?

Ganz sicher nicht. Am offensichtlichsten wird dieser Umstand bei der Größe eines Lautsprechers beziehungsweise der verwendeten Chassis.

Fishhead Audio - Stereo Lautsprecher - Resolution 2.6 FS - Tieftöner aus Kohlefasergewebe mit Edge-Coating im Aluminium-Druckguss-KorbMembranfläche ist durch nichts zu ersetzen, außer durch mehr Membranfläche. Diese althergebrachte Aussage trifft zu, wenn hohe Schalldrücke, gegebenenfalls in
Verbindung mit geringen Verzerrungen das Ziel sind. Aber größere Membranen bringen in aller Regel auch mehr bewegte Masse mit sich. Was nicht immer ein Vorteil ist.

Denn wenn es um eine gute Bühnenabbildung oder Tiefenstaffelung geht, zählt eher ein homogenes und breites Abstrahlverhalten horizontal und vertikal. Das wird mit wachsender Membranfläche jedoch zunehmend schlechter. Da die Antriebskraft des Magnetsystems nicht beliebig zu steigern ist, wirkt sich eine große bewegte Membranmasse am Ende auch auf die Fähigkeit eines Lautsprechers aus, feine Details wiederzugeben.

Große Membranen haben aber noch einen weiteren Nachteil. Sie sind groß. Das sorgt dafür, dass die weiteren Treiber in einem Gehäuse einen größeren Abstand zueinander bekommen. Ein wichtiger Grundsatz für ein gutes Abstrahlverhalten und hohe Verfärbungsfreiheit ist es jedoch, dass die unterschiedlichen Schallquellen in einem Lautsprecher möglichst nahe beisammen sein sollen, um Laufzeitunterschiede zwischen den einzelnen Treibern zu vermeiden.

Wirkungsgrad, Gehäusegröße und Tiefbassfähigkeit stehen ebenfalls in einem sehr engen Verhältnis. Werden Gehäuse kleiner, schrumpft das verfügbare Nettovolumen. Damit reduziert sich entweder der Wirkungsgrad des Lautsprechers dramatisch oder es geht Tiefgang verloren.

Mehr zum Thema Lautsprecherentwicklung und Lautsprecherabstimmung finden Sie auf der Audio Consulting & Audio Engineering Website von fishhead audio.

Alles können wollen.

Der ideale Lautsprecher muss in jedem Umfeld jede Musik für Jedermann perfekt wiedergeben. Eine schöne Vorstellung – aber leider nicht realistisch. Wer alles können will, wird nichts gut machen. Deswegen gilt es: auf die Aufgabe fokussieren.

Die Erwartungen an einen klangvollen Stereo-Lautsprecher für das Wohnzimmer unterscheiden sich fundamental von denen an eine dynamische Box im Partykeller. Ein neutraler Studio-Monitor hat anders zu funktionieren als die pegelstarke Beschallungsanlage. Ein kleiner Heimkino-Satellit setzt andere Schwerpunkte als ein ausgewachsener HiFi-Lautsprecher.

Deswegen muss der Lautsprecher immer auf seine Anwendung hin entwickelt werden. Und dann wären da noch die persönlichen Vorlieben des Hörers…